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Speisewasser für Raumklima-Wäscher
Luftwäscher und sogenannte
Kontaktbefeuchter werden in der Klimatechnik zur Regelung eines
geeigneten Raumklimas verwendet. Die Ansprüche an die
Wasserbeschaffenheit richten sich nach der erforderlichen Luftreinheit
und den Wäschertypen. Aufgabe der Wasseraufbereitung ist:
Zur
Aufrechterhaltung eines störungsfreien Betriebes gehört die
Verhinderung von Ablagerungen. Je nach Wäschertyp können bei
unzureichender Aufbereitung verschiedene Systemsektionen von
Ablagerungen betroffen sein. Bei üblichen Wäschertypen sind vor
allem die Tropfenabscheider (Prallabscheider) von der Bildung
mineralischer und organischer Ablagerungen bedroht. Die Ursache für
die Bildung von mineralischen Ablagerungen gerade in diesem Bereich
ist die lokal erhöhte Eindickung durch die teilweise Verdunstung
abgeschiedener Tropfen und Aerosole. Ein Anwachsen der Rückstände führt
zu einer Verringerung der Leistung und zu einem Durchschlagen von
Feuchte-Aerosolen. Bevorzugt von
Ablagerungsbildung betroffen sind auch Spritzwasserbereiche, die
selbst bei optimaler Justierung der Spritzdüsen vorhanden sein können.
Sowohl aus hygienischen Gründen, als auch wegen der möglichen Düsenverstopfung
durch abgelöste Rückstände sollte die Bildung solcher Ablagerungen
möglichst vermieden werden. Wenn Ablagerungen im
eigentlichen Nassbereich (Wäscherwannen, Umlaufleitung, Düsenstöcke)
auftreten, zeugt dies von einer völlig unzureichenden Aufbereitung.
Zur Verhinderung der Ablagerungsbildung werden sowohl äußere
Aufbereitungsmaßnahmen (Enthärtung, Entmineralisierung), als auch
innere Verfahren durchgeführt. Als innere Aufbereitungsverfahren
kommen die Dosierung von Treshold-Inhibitoren, Dispergier- und
Netzmittel zur Anwendung. Bei der Behandlung mit
Netzmitteln ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Verringerung
der Oberflächenspannung des Wassers stattfindet, bei der
Schaumbildung und Aerosolabscheidung die Folge sind. Klimawäscher
werden heute vorwiegend korrosionsfest angelegt. Beim Vorhandensein
nicht korrosionsbeständiger Anlagenteile müssen
Korrosionsinhibitoren dosiert werden. Da Wäscher vorwiegend mit
relativ salzarmen Umlaufwasser betrieben werden, ist dabei vorwiegend
die Anwendung der Molybdattechnik (siehe oben) zu empfehlen. Die Einhaltung der
erforderlichen Luftreinheit gebietet mitunter die Begrenzung des
Salzgehaltes im Umlaufwasser, da Spuren von Feuchte-Aerosolen durch
Prallabscheider und nachgeschaltete Filter durchschlagen können. Die
Menge der durchschlagenden Aerosole ist anlagenspezifisch und im
einzelnen messtechnisch nur unter großem Aufwand zu erfassen. Aus Sicherheitsgründen sind
daher maximal zulässige Salzgehalte im Wasser für unterschiedliche
Reinheitsanforderungen der Klimaluft zu empfehlen, in Übereinstimmung
mit Richtwerten des TÜV Bayerns sowie internen Richtlinien einiger
Ingenieurgesellschaften und Betreiber. Gilt als Maß für den
Gesamtsalzgehalt die elektrolytische Leitfähigkeit bei 25°C,
empfehlen wir die Einhaltung folgender Grenzwerte: Klimaanlagen für Normalanforderungen
1200 µS/cm, Klimaanlagen für EDV-Räume
200 µS/cm, Klimaanlagen für Krankenhäuser
200 µS/cm, Klimaanlagen im Bereich Halbleiterfertigung
100
µS/cm, Klimaanlagen im Steril-Bereich (OP-Räume)
100
µS/cm. Luftwäscher können zur Be-
und Entfeuchtung eingesetzt werden. Während der Sommermonate können
längere Entfeuchtungsperioden auftreten, die keine Aufkonzentrierung
des Umlaufwassers, sondern eine Beaufschlagung mit Kondensat (Verdünnung)
zur Folge haben, so dass keine automatische Absalzung über eine
Begrenzung der Leitfähigkeit stattfindet. Um dennoch eine
zu große Belastung mit Verunreinigungen aus der Luft zu vermeiden,
kann ein zusätzlicher zeitgesteuerter Wasseraustausch sinnvoll sein. Zu
bakteriologischen Anforderungen an Umlaufwasser im Klimawäscher wird
im Kapitel über mikrobiologische Kontrolle Stellung bezogen. |
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