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Speisewasseraufbereitung für
Dampferzeuger Der Betrieb von
Dampferzeugern ist in der Bundesrepublik weitgehend durch
entsprechende TÜV-Richtlinien
geregelt. Dabei wird äußeren Aufbereitungsmaßnahmen eine besondere
Bedeutung zugeschrieben, während die innere Aufbereitung den
Charakter einer Korrekturbehandlung hat. Eine Vollentsalzung und eine
sauerstofffreie Betriebsweise ist in der Regel zwingen vorgeschrieben.
Weitere begrenzende Parameter sind der Eisengehalt im Speisewasser
sowie die Alkalität und der Kieselsäuregehalt im Kesselwasser. Die Richtlinien über die
Speisewasserbeschaffenheit lassen unterschiedliche Verfahren der äußeren
Aufbereitung zu. Die Auswahl sollte aufgrund wirtschaftlicher und
betriebstechnischer Überlegungen erfolgen, wobei Rohwasser- und
anlagenspezifische Faktoren ausschlaggebend sind:
Betriebstechnische Aspekte
sind:
Die Optimierung der
Betriebsbedingungen muss daher in jedem Einzelfall vorgenommen werden.
Im Planungsstadium ist dabei auch die Verfügbarkeit aufbereiteten
Wassers für weitere Anwendungsbereiche zu berücksichtigen. Daher können
im Folgenden nur die wichtigsten Aspekte zu Vor- und Nachteilen der
unterschiedlichen Behandlungsverfahren gegeben werden. Tabelle
4:
Anforderungen
an salzfreies Speisewasser für Durchlaufkessel
Tabelle
5:
Anforderungen
an salzfreies Speisewasser für Umlaufkessel und Großwasserraumkessel
*)
Alternativ ist die Anwendung ausschließlich flüchtiger
Alkalisierungsmittel möglich, wenn die Speisewasserrichtwerte nach
Tafel 2 sowie eine
*)
Bei salzarmem Speisewasser ist eine Phoshatkonzentration von 7,5 bis
15 mg/l PO4, in
der Regel durch Trinatriumphosphat, einzustellen.
*) Nur
salzarmes Speisewasser zugelassen »
Zur Bereitstellung eines Speisewassers ist die Enthärtung über
Natriumionenaustauscher bezüglich der Investitions- und
Betriebskosten besonders preisgünstig. Die Nachteile liegen darin,
dass im Regelfall die Alkalität zum eindickungsbegrenzenden Faktor
wird und der Dampf Kohlensäure enthält, die sich im Kondensat löst
und dessen Korrosivität erhöht. »
Die Entcarbonisierung über einen schwach sauren
Ionenaustauscher mit anschließender Vollenthärtung erfordert höhere
Investitions- und Betriebskosten zur Speisewasserherstellung, ermöglicht
jedoch im Regelfall eine höhere Eindickung, da nicht die Alkalität,
sondern der Gesamtsalzgehalt oder der Silikatgehalt
eindickungsbegrenzend werden. Der Dampf ist nicht mit Kohlensäure
belastet. Hohe Kieselsäurekonzentrationen im Rohwasser können
allerdings zur Folge haben, dass geringere Eindickungen als bei einer
einfachen Enthärtung über Natriumionenaustauscher zulässig sind. »
Teilentsalzung über Umkehrosmose mit nachgeschalteter
Vollenthärtung stellt oftmals eine wirtschaftliche Alternative dar,
da aufgrund des geringen Restsalzgehaltes und der weitgehenden
Entfernung von Kieselsäure hohe Eindickungen bei guter Dampfqualität
erzielbar sind. »
Vollentsalzung über Kationen- und Anionenaustauscher,
gegebenenfalls mit nachgeschaltetem Mischbettionenaustauscher, ist bezüglich
der Kosten für die Bereitstellung des Speisewassers am aufwendigsten.
Die Vorteile sind geringste Wasserverluste und sehr reiner Dampf bzw.
Kondensat. »
Vorteile gegenüber konventionellem Ionenaustausch mit
Vollentsalzung über Kationen- und Anionenaustauscher und
nachgeschalteter Mischbettanlage bietet die Umkehrosmose mit
nachgeschalteter Elektrodeionisation. Beispielsweise entfallen die
Regenerationen und es müssen keine Vorkehrungen getroffen werden bezüglich
des Umgangs bzw. des Lagerns von Wasser gefährdenden Stoffen
(Regenerationschemikalien) nach dem Wasserhaushaltsgesetz. »
Thermische Entgasung bei 100 bis 105°C zur weitgehenden
Entfernung gelösten Sauerstoffs und gegebenenfalls freier Kohlensäure
sollte die Regel sein. |
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