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Inhibierung
von Kupferlegierungen
Kupferhaltige
Legierungen wie die verschiedenen Messingsorten, Bronzen und
Kupferwerkstoffe werden gemeinhin als Buntmetalle bezeichnet.
Buntmetalle sind in offenen Kühlkreisläufen als Wärmeaustauscher,
Bestandteil von Armaturen und Pumpen durchaus gebräKupferhaltige In Trinkwasserleitungen
stellt die "natürliche" Bildung von Kupferoxiden oder
basischem Kupfercarbonat oftmals einen ausreichenden Schutz dar. In stärker
belastetem Kühlwasser muss dagegen
Korrosionsschutzmaßnahmen durch Dosierung geeigneter Inhibitoren
ergriffen werden. Dabei kommt es nicht auf den
Schutz der Werkstoffe vor Flächen- oder Lochkorrosion oder Entzinkung
(Messing) an, sondern auch auf eine möglichst geringe Belastung des
Umlaufwassers mit kupferhaltigen Korrosionsprodukten. Bereits geringe
Kupferionenkonzentrationen (ab ca.0,3 mg/l) können sich durch
galvanisch induzierte Korrosion verheerend auf den Schutz von Zink und
Stahl auswirken. Dabei werden zunächst kathodisch Kupfer-Ionen, wegen
des edleren Charakters von Kupfer, metallisch an der Oberfläche von
Stahl oder Zink abgeschieden, wobei Eisen oder Zink gelöst wird. In Gegenwart von Sauerstoff
findet eine rasche Oxidation des metallischen Kupfers statt und die
gleiche Reaktion beginnt aufs Neue, wie durch folgende
Reaktionsgleichung beschrieben wird: 1) Fe + Cu2+
→
Fe2+ + Cu 2) Cu +
½O2 + H2O →
Cu2+ + 2OH- 3) Fe +
½O2 + H2O →
Fe (OH)2 Kupfer-Ionen werden bei dieser Reaktion nicht verbraucht, sondern wirken als Katalysator. In Anlagen mit Mischinstallationen ist demnach der Schutz von Buntmetallen für den Schutz von Stahl von großer Bedeutung. Der Korrosionsschutz von Buntmetallen gelingt durch Dosierung von geringen Mengen geeigneter organischer Inhibitoren nahezu vollständig. Als besonders günstig hat sich dabei die Dosierung von 1 bis 2 mg/l eines Triazol-Derivates - vorzugsweise des Tolyltriazols - erwiesen, das als Filmbildner fungiert und den Vorteil hat, chlorstabil zu sein. An dieser Stelle ist zu erwähnen,
dass aufgrund von Kupferkorrosion in Frischwasserleitungen das
Speisewasser für Kühlkreisläufe bereits stark mit Kupferionen
belastet sein kann. Nach der Eindickung im Kühlkreislauf werden dann
oftmals Kupfer-Konzentrationen von mehr als 0,3 mg/l gefunden. In
solchen Fällen sorgt eine entsprechend höhere Dosierung von
Triazol-Derivaten für einen Schutz vor galvanisch induzierter
Korrosion. Die Dosierung von
Buntmetall-Inhibitoren stellt keinen ausreichenden Schutz gegen
mechanische Einwirkungen, wie Kavitations- oder Erosionskorrosion,
dar. Die Installation von Werkstoffen, die gegen derartige
Korrosionseinflüsse empfindlich sind (z.B. einige Messingsorten), an
entsprechend exponierten Systemsektionen, muss daher unbedingt
vermieden werden. |
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