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Korrosionsschutz
in Wasser führenden Systemen Wasser mit gelöstem
Sauerstoff ist für viele metallische Werkstoffe ein außerordentlich
korrosives Medium. Dabei wirkt Sauerstoff als Oxidationsmittel, während
Wasser als Lösungsmittel die bei Korrosionsreaktionen ablaufenden
Transportvorgänge ermöglicht und auch direkt an den
elektrochemischen Reaktionen teilnimmt. In geschlossenen Wasser führenden
Systemen kann die Entfernung von gelöstem Sauerstoff bereits eine
ausreichende Schutzmaßnahme darstellen (z.B. Betrieb von
Dampferzeugern), offene Systeme hingegen sind stets mit Sauerstoff
belastet. Aufgabe der inneren Wasseraufbereitung ist es, Korrosionsschäden und Betriebsstörungen durch Korrosionsprodukte zu vermeiden, wenn nicht bereits durch äußere Maßnahmen – wie der Verwendung von korrosionsbeständigen Legierungen oder Beschichtungen – ausreichende Schutzmaßnahmen getroffen wurden. (Zur Begriffserklärung von Korrosion, Korrosionserscheinung und Korrosionsschaden sei auf die DIN-Norm 50 900 verwiesen: "Unter Korrosion versteht man die Zerstörung von Werkstoffen durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit ihrer Umgebung".) Die wichtigsten
von Korrosionsvorgängen betroffenen Werkstoffe in Wasser führenden
Systemen sind Stahl, Buntmetalle, Zink und Aluminium. Blanke,
metallische Oberflächen werden augenblicklich angegriffen und durch
Oxidation zu Korrosionsprodukten umgesetzt. Die Eigenschaften der
Korrosionsprodukte sind entscheidend für den Fortgang der Reaktion.
Bildet sich dabei eine feste Deckschicht, kann sich der
Korrosionsvorgang verlangsamen und allmählich nahezu zum Stillstand
kommen. Sind die entstandenen Korrosionsprodukte hingegen löslich
oder für den ablaufenden Stofftransport gut durchlässig, schreitet
die Korrosion weiter fort. Zahlreiche Metalle und
Legierungen bilden bei der anfänglichen Sauerstoff-Korrosion eine schützende
Oxidschicht. Beispiele hierfür sind Aluminium, Chrom, Zink, Titan und
korrosionsbeständige Edelstahllegierungen. Diesen Vorgang bezeichnet
man als Passivierung. Auch salzartige Verbindungen können eine derart
schützende Deckschicht bilden. Beispiele hierfür sind basisches Kupfercarbonat (das insbesondere in
Trinkwasserrohrleitungen von Bedeutung ist) oder Eisenphosphat. Unter günstigen äußeren
Bedingungen kann auch unlegierter Stahl eine passivierende Oxidschicht
aus so genanntem Fe2O3 bilden. |
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