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Kohlensäuregleichgewicht
Eine häufige Störungsursache
ist die Abscheidung von Kesselstein (Wasserstein). Dabei wirken
Temperaturerhöhung, Eindickung und ein Zusammenspiel chemischer
Reaktionen begünstigend. Diese Reaktion zwischen Calcium- und Hydrogencarbonationen
(Ca2+ + 2 HCO3-), im Zusammenhang
mit den verschiedenen Kohlesäureformen, sind durch die folgenden
Reaktionsgleichungen dargestellt: CO2 Gas
+ H2O
↔
H2CO3
Kohlensäure H2CO3
+ H2O ↔
H3O+ + HCO3- Hydrogencarbonat HCO3- +
H2O
↔
H3O+ + CO32-
Carbonat 2 HCO3-
↔
CO32- + CO2 + H2O Ca2+ + CO32-
↔
CaCO3 Calcit Sämtliche aufgeführten
Reaktionen sind Gleichgewichtsreaktionen, d.h. sie laufen ständig in
beide Richtungen ab und bilden genau definierte, berechenbare
Gleichgewichtskonzentrationen. Es ist ersichtlich, dass ein
kompliziertes Wechselspiel zwischen gasförmigem und gelöstem
Kohlendioxid (Kohlensäure), der H3O+-Konzentration (pH-Wert) und der
Hydrogencarbonatkonzentration zu einem Anstieg der
Carbonatkonzentration führt, so dass das Löslichkeitsprodukt von
Calciumcarbonat überschritten wird. Eine gesättigte wässrige Lösung
über einem Bodenkörper aus Calciumcarbonat hat einen SI von Null.
Kalk lösendes Wasser hat einen negativen Sättigungsindex, Kalk
abscheidendes einen positiven. Die Größe des positiven Wertes
kennzeichnet, wie stark die Tendenz zur Abscheidung von
Calciumcarbonat ist. Ausgehend von einer
bekannten Zusammensetzung eines Speisewassers und bekannten
Betriebsbedingungen (Eindickung, Temperatur, Verweilzeit) lässt sich
zumeist gut berechnen, welcher Sättigungsindex sich im Betriebswasser
einstellt. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, gezielte Maßnahmen
zu ergreifen, um die Ablagerungsbildung sicher zu verhindern. Eine
wirkungsvolle und gebräuchliche Technologie zu diesem Zweck ist die
so genannte Threshold -Aufbereitung. |
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