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Anlagenkombinationen
In vielen Fällen wird zur
Herstellung der geforderten Wasserqualität eine Kombination in Reihe
geschalteter Ionenaustauschfilter verwendet. Ist keine vollständige
Entfernung der betreffenden Ionenarten beabsichtigt, wird das
Produktwasser in dem gewünschten Verhältnis mit unbehandeltem Wasser
verschnitten. Eine kurze schematische Darstellung soll die am häufigsten
gewählten Anordnungen verdeutlichen und aufzeigen, welche gelösten
Wasserinhaltsstoffe bei dem jeweiligen Verfahrensschritt entfernt oder
in der Konzentration verändert werden. Mit einem Kreis umgebene
Ionenarten erfahren eine beträchtliche Konzentrationserhöhung, runde
Klammern hingegen kennzeichnen eine Verringerung.
Abbildung
5:
Enthärtung
über einen sauren Ionenaustauscher in Natrium-Form. Solche Reaktionen
werden oft als Natriumaustauscher, Basenaustauscher,
Neutralaustauscher oder Enthärtungsfilter bezeichnet.
In der Betriebspraxis ist es
meist unumgänglich, zu jeder Zeit über ein Wasser mit den
vorgegebenen Spezifikationen zu verfügen. Da ein Filtersystem während
der Regenerierungsphase kein Produktwasser erzeugen kann, muss ein
Ersatzfiltersystem bereitstehen. Deshalb werden Ionenaustauschanlagen
zumeist nicht als Einstraßenanlagen, sondern als Doppelanlagen
(Pendelbetrieb, Tandembetrieb) ausgelegt, wobei eine automatische
Umschaltung auf das jeweils betriebsbereite Filtersystem erfolgt. Bei automatisch arbeitenden
Anlagen kann die Steuerung der Umschaltung von Betrieb/Bereitschaft
auf Regeneration auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden.
Zeitabhängige Steuerungen werden mitunter bei Einstraßenanlagen
bevorzugt, um die Regenerierphase auf Zeiträume zu verlegen, in denen
kein Produktwasser verfügbar sein muss. Dabei wird im Regelfall
darauf verzichtet, die volle Austauschkapazität zu nutzen. Mengenabhängige Steuerungen
ermöglichen ein volles Ausschöpfen der verfügbaren Kapazität,
sofern die Zusatzwasserqualität konstant ist. Qualitätsabhängige
Steuerungen ermöglichen stets eine maximale Nutzung der verfügbaren
Kapazität. Dabei erfolgt die Steuerung über die Messung jeweils
geeigneter Wasserparameter. In Anbetracht der Kürze der
gewählten Darstellung kann lediglich eine Übersicht der grundsätzlichen
Funktionsweise von Ionenaustauschverfahren vermittelt werden. Für ein
konkretes Aufbereitungsproblem steht immer das Optimum an
Wirtschaftlichkeit bei maximal zulässigem Ionenschlupf im Vordergrund
der Betrachtungen. Zur Optimierung der Ionenaustauscheranlagen bieten eine Reihe von unterschiedlichen Verfahrenstechniken und - abläufen Ansatzpunkte. Ziel ist es, den geringsten Regeneriermittelaufwand, eine minimale Abwasserbelastung und ein Maximum an nutzbarer Austauschkapazität zu erhalten. Hierzu gehören verschiedene Gegenstromtechniken, Festbett- oder Schwebebettverfahren, Mehrkammersysteme mit gleichen oder verschiedenen Harztypen etc. Die Auswahl und Planung des jeweils geeigneten Verfahrens ist die Aufgabe des darauf spezialisierten Wasseraufbereitungsunternehmens. |
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