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Wasserkreislauf
in der Bundesrepublik Deutschland
Hydrologie ist die
"Lehre
von den Erscheinungsformen des Wassers über, auf und unter der
Erdoberfläche und ihren natürlichen Zusammenhängen. Die Hydrologie
umfasst vor allem die Gewässerkunde, die sich mit Binnengewässern, den
Gewässern des Festlandes befasst, und aus den Teilgebieten Quellen- und
Grundwasserkunde, Flusskunde, Seenkunde, Glaziologie besteht"[1]
(Meyers Konversationslexikon). Der hydrologische Kernsatz
"Die Gesamtmenge des Wassers (in verschiedenen Phasen) im
Wasserkreislauf ändert sich nicht" beschreibt den immerwährenden
Kreislauf des Wassers, der als Wasserdampf zum Himmel aufsteigt, Wolken
bildet und als Niederschlag zurück auf die Erdoberfläche fällt, von
wo aus es Richtung Meer fließt. Auch im Rahmen der
Trinkwassergewinnung aus Grund-, Oberflächen- und Quellwasser wird der
Kreislauf weitergeführt. Der Verbraucher nutzt das gewonnene Wasser.
Nach der Nutzung fließt es in die Kläranlagen, wo es gereinigt und
schließlich in die Vorfluter eingeleitet wird. Die Zahlenangaben in der
nachfolgenden Abbildung 1 beziehen sich auf Mrd. m³/Jahr.
Abbildung 1: Wasserkreislauf in der Bundesrepublik Deutschland Das gesamte Wasserangebot beträgt rund 290 Mrd. m³/Jahr, wovon 210 Mrd. m³ als Niederschlag anfallen und rund 80 Mrd. m³ über Oberflächenwasser zugeführt werden. Von der Niederschlagsmenge fließen 15 Mrd. m³ sofort über Oberflächenwasser ab, 64 Mrd. m³ füllen zunächst das Grundwasserreservoir auf, während 1 Mrd. m³ über den Grundwasserstrom in tieferen Schichten versickert. Der weitaus größte Teil des natürlichen Wasserangebots mit 130 Mrd. m³/Jahr verdunstet von Pflanzen oder Erd- und Wasseroberflächen. Der derzeitige Bedarf für die gesamte Wasserversorgung ist mit rund 43 Mrd. m³ während der letzten Jahre recht konstant geblieben. Davon werden ca. 35 Mrd. m³ aus Oberflächenwasser und 8 Mrd. m³ dem Grundwasserreservoir entnommen. Der größte Teil dient als Kühlwasser, wovon 75 Prozent in der Elektrizitätswirtschaft und 25 Prozent in Industriebetrieben verwendet werden. Davon verdunsten 8 Mrd. m³, während 27 Mrd. m³ dem Oberflächenwasser zugeführt werden. 3 Mrd. m³ werden in der Industrie als Prozesswasser
verwendet. 5 Mrd. m³ werden von den öffentlichen
Versorgungsunternehmen als Trinkwasser bereitgestellt, wovon sich 70
Prozent aus Grundwasser und 30 Prozent aus Oberflächenwasser
zusammensetzt. Vor der Abgabe in öffentliche Gewässer muss dieses
Wasser auf den jeweils erforderlichen Reinheitsgrad gebracht werden. |
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